Hovawarte

von der Moorhexe     RZV / VDH / FCI

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Update:
12.04.2015

welpe.schlaeft

Der Ursprung

gaulundhund

Der Hovawart als Rasse ist noch sehr jung. Sein Name aber leitet sich aus dem mittelhochdeutschen Wort "hovewart" her - Wächter des Hofs und der Habe. Bereits im Schwabenspiegel, einem  aus dem 13. Jahrhundert stammenden Gesetzeswerk, wird der "hovewart" erwähnt. In der Übersetzung heißt es dort: "Ein Hund heißt hovewart, der jemandes Häuser und Höfe Tag und Nacht hütet.....". Der Diebstahl eines "hovewarts" wird weiterhin mit einer Geldstrafe von 10 Gulden belegt. Außerdem  musste der Dieb für gleichwertigen Ersatz sorgen. Zehn Gulden waren  damals viel Geld, und anscheinend gab es auch schon eine ziemlich  umfangreiche Hundezucht, denn sonst wäre die Beschaffung eines Ersatzes  wohl nicht möglich gewesen. Die Beschreibung dieser "hovewarte" läßt darauf schließen, dass es bereits damals relativ einheitlich  aussehende, große, derbe und kräftige Hunde gab. Wie der frühere  Hovawart allerdings wirklich ausgesehen hat, wissen wir nicht.

Das Bild "Hundefamilie mit altem Gaul" von Benno Adam (1869) zeigt jedoch,  dass der heutige Rassestandard sich nicht allzu weit von der urwüchsigen Art der damaligen Bauernhunde entfernt hat. Soweit erkennbar, sind  sogar alle Farbschläge des Standards in dem Wurf vertreten. Der  eigentliche Beginn der Hovawartzucht liegt im Jahre 1922. Damals  schlossen sich einige Züchter in Thale/Harz zum "Hovawart-Verein für  Deutsche Schutzhunde e.V., Sitz Thale" zusammen. Ziel war die Erhaltung  bzw. Rekonstruktion des mittelalterlichen Hofhundes, so wie man sich ihn vorstellte. Dazu suchte und fand man in abgelegenen Gegenden des Harzes und des Odenwalds sogenannte "Typhunde ", die diesen  Vorstellungen weitgehend entsprachen. Diese Hunde wurden mit  Schäferhunden, Neufundländern und Kuvasz-Hunden in unterschiedlichen  Anteilen verpaart. Dazu kamen Linien mit einem Leonberger-Anteil. 1937  wurde der Hovawart als eigenständige Hunderasse offiziell anerkannt

Nach dem 2. Weltkrieges war der  Bestand der Zuchttiere stark zurückgegangen. Die Züchter begannen -  zunächst vereinzelt und auf sich alleine gestellt - , die Zucht  weiterzuführen und schlossen sich erst im Laufe der Zeit in eigenen  Landesgruppen zusammen. So entstanden je nach Region unterschiedliche  Hovawarttypen. 1948 gründete sich im Bundesgebiet der "Rassezuchtverein für Hovawart-Hunde e.V." (RZV)mit seinen einzelnen Landesgruppen, der dann Mitglied des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) wurde.